Die Doppelaxtwerfer erneut in der bz Aargau

Die Doppelaxtwerfer sind temporär ins Baselbiet gezügelt – und haben grosse Pläne

2016 gegründet, stand der Verein Doppelaxtwerfer Zeiningen vor zwei Jahren plötzlich ohne Trainingsgelände da. Nun haben die Doppelaxtwerferinnen und -werfer ein neues Zuhause gefunden – auch wenn dieses wohl nur auf Zeit ist.

Seit dieser Saison können die Doppelaxtwerfer auf dem Schänzli-Areal in Muttenz trainieren.

Sie haben wieder ein Zuhause. 2016 gründeten Andreas Rettig, Gisela Rettig, Markus Rütti und Mike Moran den Verein Doppelaxtwerfer Zeiningen – und bauten auf dem Sportplatz Bachtalen gleich selbst eine genormte Anlage. Ab da flogen regelmässig die Doppeläxte in hohem Bogen durch die Luft.

Vor zwei Jahren mussten die Doppelaxtwerfer ihren Trainingsplatz aufgrund schärferer kantonaler Vorschriften zum Grundwasserschutz allerdings aufgeben. Weil sich so schnell kein anderer Platz finden liess, trainierten die Vereinsmitglieder zwischenzeitlich bei befreundeten Vereinen. Seit dieser Saison aber haben sie endlich wieder einen eigenen Trainingsplatz: auf dem Schänzli-Areal in Muttenz (BL). Vereinspräsident Markus Rütti sagt:

«Wir haben längere Zeit gesucht und fast unzählige Möglichkeiten geprüft – entsprechend sind wir froh, jetzt eine Lösung gefunden zu haben.»

 

Ihre erste Anlage betrieben die Doppelaxtwerfer – hier Initiant Andreas Rettig (rechts), Jacqueline Freiermuth und Markus Rütti – in der Bachtalen in Zeiningen.

Mit dem Umzug ins Baselbiet ging ein Namenswechsel des Vereins einher: Aus den Doppelaxtwerfern Zeiningen wurden die Doppelaxtwerfer Nordwestschweiz. «Da wir nun nicht mehr in Zeiningen beheimatet sind und die Mitglieder aus der gesamten Nordwestschweiz stammen, macht das für uns Sinn», sagt Rütti.

Der Verein führt die Schweizer Meisterschaft durch

Auf dem Schänzli-Areal hat sich der Verein mit seinen knapp 20 Mitgliedern gut eingelebt: Hier gibt es eine ebene Fläche für die Wurfanlage, sanitäre Anlagen, die Rennbahn-Beiz Crazy Horse für einen Umtrunk nach dem Training, eine gute Erreichbarkeit für die Mitglieder – und: genügend Platz für künftige Meisterschaften.

Denn die Doppelaxtwerfer Nordwestschweiz haben grosse Pläne für das kommende Jahr: «Gemeinsam mit dem befreundeten Axtwurfverein Rohrdorf möchten 2023 wir die Schweizer Meisterschaft durchführen», sagt Rütti. Der genaue Termin ist noch nicht fixiert, schliesslich muss sich der Verein mit den anderen Nutzerinnen und Nutzern der ehemaligen Pferderennbahn absprechen, aber: «Voraussichtlich im dritten Quartal des Jahres wird es soweit sein», sagt Rütti.

Auch internationale Gäste erwartet

Zum Wettkampf sollen zwischen 60 und 80 Axtwerferinnen und Axtwerfer kommen. Geplant sind zwei Wertungen: zum einen die Schweizer Meisterschaft, zu der nur Schweizer Sportlerinnen und Sportler zugelassen sind, zum anderen auch ein internationaler Wettkampf. Rütti sagt:

«Wir erwarten, dass dafür Axtwerfer und Axtwerferinnen aus Deutschland, aber auch aus Schweden, Irland und Schottland anreisen werden.»

An ihrem neuen Standort wollen die Doppelaxtwerfer künftig auch Meisterschaften durchführen.

Dem Vereinspräsidenten ist die Vorfreude anzuhören, wie er über den Grossanlass spricht – nicht nur, weil er mit Jacqueline Freiermuth eine Kandidatin für den Meistertitel in den eigenen Reihen weiss. Sie wurde in den vergangenen Jahren unter anderem Vize-Schweizer-Meisterin und Meisterin Deutschlands, besitzt sie doch auch den deutschen Pass.

Nur ein Zuhause auf Zeit

Gute Aussichten also für die Doppelaxtwerfer Nordwestschweiz. Auch wenn – und das ist derzeit ein kleiner Wermutstropfen – noch unklar ist, wie lange sie auf dem Schänzli bleiben können. Das Areal mit der ehemaligen Pferderennbahn soll umgestaltet werden. Bis Ende 2023 haben die Doppelaxtwerfer die Nutzung vertraglich zugesichert. Ob und wie lange sie darüber hinaus auf dem Areal bleiben dürfen, ist offen und hängt vom Verlauf des Projekts ab.

Vielleicht also müssen sich die Doppelaxtwerfer bald wieder auf die Suche nach einem neuen Zuhause machen. «Das ist derzeit noch weit weg», sagt Markus Rütti zwar, aber es sei hier trotzdem platziert: «Falls jemand eine Idee hat für ein geeignetes Gelände, darf er sich gerne melden.» Auch eine Rückkehr ins Fricktal ist also nicht ausgeschlossen.

Der Artikel von Nadine Böni ist in der bz Aargau  am 5.11.2022 erschienen und kann hier nachgelesen werden. Alle Bilder: Doppelaxtwerfer Nordwestschweiz

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